Formen der visuellen Begegnung zwischen Japan und dem Westen : vom klassischen Japonismus zur zeitgenössischen Typographie

Formen der visuellen Begegnung zwischen Japan und dem Westen: Vom klassischen Japonismus zur zeitgenössischen Typographie Die japanische Typographie greift auf ein einzigartiges hybrides Schriftsystem zurück. Anhand von Quellen und aussagekräftigen Beispielen wird aufgezeigt, dass es sich dabei keineswegs um jenes ›defizitäres Bildschriftsystem‹ handelt, als das es so häufig beschrieben wurde. Vielmehr begann mit der Einführung der chinesischen Zeichen im 4. Jahrhundert ein umfassender Prozess des ›refine‹, wobei in Japan verschiedene Einflüsse verarbeitet wurden. Begegnungen mit westeuropäischer Kunst und Kultur, wie sie seit dem 19. Jahrhundert stattfanden, ermöglichten es japanischen Künstlern und Gestaltern, mit visuellen Klischees zu spielen und die Erwartungen, die von Europa aus im Zuge der Japonismus-Mode an sie herangetragen wurden, zu affimieren oder zu subvertieren. Die japanische Schrift und Typographie wird im Folgenden als synthetisierendes Modell eines reziproken Wissenstransfers gedeutet, das die festgefügten Vorstellungen des ›Eigenen‹ und ›Fremden‹ ins Wanken bringt. Aufgrund dieser spezifischen Tradition des 'refine' vermag die zeitgenössische japanische Typographie Hybridität als ein Modell kultureller Vielfalt anschaulich zu machen.
Visual encounter of Japan and the West From classical Japonism to current typography Japanese typography represents a hybrid writing system. Japanese characters are certainly not the 'deficient pictorial symbols' – as many Western scholars have described them – but are based on centuries of cultural theory, design, history, and typography. Ample references support this claim. Beyond the developments of the writing system within Japan, the introduction of Chinese characters into the country during the 4th Century led to a comprehensive process of 'refinement'. Another set of influences occurred in the 19th Century with Japan’s engagement with the Western world. Japanese artists, designers and typographers have been inspired by the art and design of various cultures in many ways, even borrowing the cliches and stereotypes of Japan created by the West during the Japonism and integrating them into their visual repertoire. This thesis presents Japanese writing and typography as a model of unique synthesis: hybridity is interpreted as cultural diversity.

Metadaten
Author:Mariko Takagi
URN:urn:nbn:de:gbv:834-opus-1810
Referee:Annette Tietenberg, Ulrike Stoltz
Advisor:Annette Tietenberg, Ulrike Stoltz
Document Type:Doctoral Thesis
Language:deu
Date of Publication (online):16.08.2013
Year of first Publication:2013
Publishing Institution:Hochschule fuer Bildende Künste Braunschweig
Granting Institution:Hochschule fuer Bildende Künste Braunschweig
Date of final exam:19.12.2012
Tag:Grafik Design; Japanimation; Japonismus; Typographie
graphic design; typography
SWD-Keyword:Gebrauchsgraphik; Japonismus; Typographie
Pagenumber:462
Licence (deu):License LogoCreative Commons - Namensnennung-Nicht kommerziell-Keine Bearbeitung

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