Am Rande des Sehens : Kunst in Schwellen und Zwischenräumen

Die Dissertation mit dem Titel „Am Rande des Sehens. Kunst in Schwellen und Zwischenräumen“ untersucht exemplarisch Kunstwerke in musealen Schwellen und Zwischenräumen, die zu Transformatoren am Rande des Sehens, zu Entscheidungsträgern und Übersetzungsmedien des Baus, aber auch der Kunst in den Funktionsräumen der Museen werden können. Jenseits konventioneller Platzierungen in den Randzonen des Raumes, den Treppenanlagen, Korridoren, Rampen, die nicht länger bloße Verteiler sind, sondern zu Schwellen und Übergangsbereichen aufgewertet werden, installieren Künstler wie Gerhard Merz, Dan Flavin, Daniel Buren, Jenny Holzer, Beat Streuli, Richard Artschwager, Lothar Baumgarten, Joachim Manz, Karin Sander, Robert Kusmirwoski, Imi Knoebel und Wolfgang Hainke ihre Werke, wird Raum, Ort und Übergangsmoment erfahrbar. Die ausgewählten und besprochenen Kunstwerkbeispiele zeigen als neue Art von Museumskunst, wie wirkungsvoll der Gebrauchscharakter des Gebäudes und seiner Erschließungsräume aufgeladen werden kann und inszenieren damit dank ihrer gezielten Platzierung Eigenräume mit neuen Aufenthaltsqualitäten. Somit treten auch die musealen Präsentationsformen in den Vordergrund, die in Relation zur vorgefundenen Gestaltung der musealen Schwellen und Zwischenräume neu gedacht werden können. Es geht nicht mehr um das Aufbrechen eingefahrener Sehgewohnheiten, sondern um sinnliche Wahrnehmungsvorgänge bzw. mentale Orientierungsleistungen. So entsteht ein gemeinsamer Aufenthaltsraum von Kunst und Betrachter. Der Gegenstand der Betrachtung wird neuer Ort der Erfahrung.
The dissertation „On the brink of seeing. Art in swells and interspaces“ analyses exemplarily artworks in swells and interspaces of museum buildings, that can be transformed to a functional space through a decision to enhance them and become this seeing art in functional museum rooms. Artists like Gerhard Merz, Dan Flavin, Daniel Buren, Jenny Holzer, Beat Streuli, Richard Artschwager, Lothar Baumgarten, Joachim Manz, Karin Sander, Robert Kusmirwoski, Imi Knoebel and Wolfgang Hainke have installed their works in unconventional placements like staircases, passages and ramps which are no longer naked allocations but are upgraded into swells and interspaces for museum art. Room, site and transition moments become a new experience. The selected and discussed artwork examples show a new museum art and how effective the normal use of the museum building and the site development can be changed into a more effective use. That means the traditional presentation forms in a museum take another path. They lead the viewer to another dimension of contemplating art. A new room is created for the art and the viewer to be shared. All these hidden places in a museum become an object of contemplation and a new experience.

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Metadaten
Author:Julia Schönfeld-Rau
URN:urn:nbn:de:gbv:834-opus-2031
Referee:Michael Mönninger, Hannes Böhringer
Document Type:Doctoral Thesis
Language:deu
Date of Publication (online):28.04.2017
Publishing Institution:Hochschule fuer Bildende Künste Braunschweig
Granting Institution:Hochschule fuer Bildende Künste Braunschweig
Date of final exam:25.05.2016
Tag:Museumsarchitektur; Schwellenräume
aesthetics; architecture; museum; perception
SWD-Keyword:Kunst; Kunstvermittlung; Museumsbau; Wahrnehmung; Ästhetische Wahrnehmung
Pagenumber:243
BKL-Classification:02.30 Museumskunde
20.06 Kunstphilosophie, Kunsttheorie
20.13 Kunstausstellung
56.84 Schulbau, Bibliotheksbau, Museumsbau, Theaterbau
Branches:Kunstwissenschaft
Licence (deu):License LogoCreative Commons - Namensnennung-Nicht kommerziell-Keine Bearbeitung

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