Under Construction // Über die (Vor-)Bedingungen und Möglichkeiten von subversiven Körpertechniken im Netzfeminismus

Das Dissertationsprojekt versucht, die Bildästhetik des Netzfeminismus einzuordnen und stellt sich hierbei die Frage, wie feministisch-subversive Körpertechniken aussehen können und inwiefern die Machttechniken auf Instagram diese beeinflussen bzw. diese hervorbringen. Es wird dabei ein Fokus auf die Gouvernementalitätstheorie von Foucault und die Geschlechtertheorie von Butler gelegt. Demnach wird ein poststrukturalistischer Ausgangspunkt der Betrachtung von Subjektkonstitutionsprozessen sowie der Subversionsdefinition gewählt. Der Feminismus wird hierzu diskursanalytisch beleuchtet, wobei der Schwerpunkt auf feministisch-subversive Bildtechniken in Form von (fotografischen) Selbstinszenierungsmechanismen in der Kunst und in subkulturellen Bewegungen gelegt wird. Die Social Media Plattform Instagram wird anschließend anhand der digitalen Subjektivierungsmechanismen und der netzwerkimmanenten Wissenssysteme analysiert, die sich auf das Verhalten und die Inszenierung des Users auswirken. Instagram wird diesbezüglich sowohl innerhalb seiner Reglementierungen als auch innerhalb seiner heterotopen Potenziale besprochen. Der Netzfeminismus bildet hierzu die Ausweisung der Heterotopie, die anhand von subversiven Körpertechniken in Selfies beleuchtet und kunsthistorisch als auch marktfeministisch in Form von Fallbeispielen besprochen und analysiert wird. Der Netzfeminismus liegt zwischen der Affirmation und der Subversion und ist von Widersprüchen geprägt. Dennoch zeigt die Arbeit zentrale feministische Errungenschaften auf, bei denen es um eine inklusive Sichtbarkeitspolitik geht, die weitergehender zu interpretieren ist als ihre spezifischen Bildästhetiken.
This dissertation project attempts to classify the visual aesthetics of net feminism, posing the question of what feminist-subversive body techniques can look like and to what extent the power techniques on Instagram influence and/or produce them. The focus is on Foucault's theory of governmentality and Butler's theory of gender. Therefore, a post-structuralist starting point for the consideration of subject constitution processes and the definition of subversion is chosen. Feminism is examined from a discourse-analytical point of view, with the focus on feminist-subversive image techniques in the form of (photographic) self-presentation mechanisms in art and in subcultural movements. The social media platform, Instagram, is analyzed using the digital subjectification mechanisms and the network-immanent knowledge systems that affect the behavior and staging of the user. In this regard, Instagram is discussed both within its regulations and within its heterotopic potentials. Net feminism forms the identification of heterotopia, which is illuminated using subversive body techniques in selfies and discussed and analyzed from an art historical and market feminist point of view in the form of case studies. Net feminism lies between affirmation and subversion and is characterized by contradictions. However, the work shows central feminist achievements, which are about an inclusive politics of visibility that needs to be interpreted more broadly than their specific image aesthetics.

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Metadaten
Author:Katrin Eva Deja
URN:urn:nbn:de:gbv:834-opus-2290
Referee:Rolf F. Nohr
Advisor:Friedrich Balke
Document Type:Doctoral Thesis
Language:deu
Date of Publication (online):09.03.2022
Date of first Publication:09.03.2022
Publishing Institution:Hochschule fuer Bildende Künste Braunschweig
Granting Institution:Hochschule fuer Bildende Künste Braunschweig
Date of final exam:20.01.2022
Tag:Netzfeminismus
SWD-Keyword:Geschlechter und ihr Verhalten; Kommunikationswissenschaft; Mediale Kunst; Neue elektronische Medien
Licence (deu):License LogoCreative Commons - Namensnennung

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